Pups in den wind
Aus Wikingerwerkstatt
[Bearbeiten] Ein Pups auf der Gardinenstange
Es donnert durch das tiefe Tal der Hochhauslandschaft. Stürmische Artefakte unendlicher Verdauung peitschen meine Ohren. Höre ich was? Ja, ich höre was! Flatternde Pobacken, rosig und zart, auf niederer Frequenz sich nieder knien. Ein Winken mit dem Enddarm, Hallelujah! Ich verblasse. Elegant schlängelt er sich am fettarmen Sorbeé vorbei, hält kurz inne & verzagt dann für immer, wenn er nicht, ja wenn er nicht, vielleicht schläft er ja nur.
Also steht er auf, geht zu ihm hin und bevor er aufwachen kann, nimmt er ihn in seine Hand, nagelt ihn an die Wand und malt ihn grün an. Hier hängt er nun, als Mahnmal für alle, als Zeichen einer besseren Welt. So erklingt es im Wald und mit jeder Sekunde fällt ein Stein mehr in den Brunnen, bis er trocken liegt. Fehlt die Orientierung des Windes, ist es ein Pups, der ihn aus dem Konzept gebracht hat? Ist es auch nur ein Quäntchen, fällt es doch Groß aus. Fällt nicht, fliegt mit dem Wind, erhebt sich in die Lüfte und umweht das grüne Mahnmal.
Sie lächelt, mit blassgrauem Lächeln, erstarrend, in das Dunkel des Nebels und wedelt mit dem rechten Lungenflügel sacht und unbemerkt die Fliegen hinfort. Und er lächelt, mit dem Rücken zu ihr gewandt, zurück, aber in sich hinein.
