Kreatives
 

Fernwärme

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Der Text befindet sich in einer völlig zerrissenen Phase. 
Überall klaffen Lücken und es sind logische Fehler vorhanden. 
Es gibt einen Plot, der bei den Textinformationen zu finden ist.


Fernwärme

von Eve McFar

Sie war leicht zu begeistern für die Gitarrenmusik der Kneipensänger und stand, kaum hatten sie angesetzt zu spielen, jubelnd und klatschend auf, um sie aufzufordern zu bleiben. Die beiden ließen sich gar nicht bitten und nahmen ihre Lautstärke gleich mit dazu. Karel schlug kräftiger die Klampfe und Ritja hob seine Stimme an, um den Kreuzberg zu besingen: Uffm Berg, da wo die Sonne noch scheint…“ und gab die Richtung für den Rest des Abends vor. Keiner sprach mehr laut, denn sie sahen es ein, wie viel besser es da oben sein kann. Louise aber pfiff und trieb Ritja an, noch lauter zu singen, dass auch die letzten in der Bar ihnen zuhören mussten. Sie klatschte und jubelierte die Pointen bis zur letzten und ermahnte sie es zu wiederholen, aber die beiden boten die zweite Strophe zum Besten. „…“
Kaum beendet, sammelte Louise für die beiden Geld mit ihrem Hut ein und bedankte sich für sie, um sie mit mehr Stimmen aufzufordern, ein letztes Lied zu singen. Es schwankte für einen Augenblick, da die beiden nicht sogleich Louise parierten. Karel stieß Ritja in die Seite, „Ich brauch was zu trinken.“ Und Ritja lacht: „Schnaps!“, worauf Karel zwar stutzte, aber gleich den Akkord anschlug. „Schnaps, das war sein letztes Wort, dann trugen ihn die Englein fort.“ Und die Reihe vor der Theke kam ins Schunkeln. Die Männer durften die Frauen anfassen und sich köstlich mit ihnen amüsieren. „Dann kam er in den Himmel, dort bekam er aber nix zu trinken, und trotz Beschwerde, bekam er nix. Schnaps, das war sein letztes Wort“
Sogar die Bedienungen kamen richtig in Fahrt. Von überall kamen Bestellungen angeflogen und sie brachten es zu Höchstleistung an Schnelligkeit den Wünschen nach zu kommen. Angetrieben vom sich steigernden Tempo Ritjas, der gar nicht lange Karel Gitarre spielen ließ und am liebsten immer weiter sang: „Dann ging er in die Hölle, da gabs nur Schwefel…“, und es schallt aus der Kneipe raus, bis auf die Straße: „Schnaps, das war sein letztes Wort, dann trugen ihn die Englein fort.“, und Louise hatte alle Gäste geschröpft. Mit dem gut gefüllten Hut stellte sie sich feierlich neben Karel und ließ den kleinen Kreis an der Tür zu einer Manege, auf der sich die drei verbeugten. Louise schwenkte ausfallend den Hut vor sich her und hielt ihn den beiden vorgebeugten unter die Nase, die erstaunt fröhlich wurden und prompt gestraffter aufrecht standen. Mit geradem Rücken und Applaus dahinter konnten sie die Bar zufrieden verlassen.
„35€uro, eine beachtliche Menge. Was machen wir damit?“, wollte sie wissen. Und Karel grinste Ritja an: „Das wird ein schöner Abend.“
Singen konnte Louise nicht, aber das Publikum anheizen. Kündigte ihre üble Musik an und Karel gab die schiefen ersten Akkorde. Als aber Ritja ansetzte und Louise dazu hetzend pfiff, kam kein Wort mehr zum anderen und jeder schaute zu einem der Drei. Louise sammelte fleißig und die beiden arbeiteten drei Songs ab, hörten auf keine Forderungen des Publikums nach mehr und trieben so die Straße runter, einen kleinen Mob auf der Straße mit sich führend und langsam immer beschwipster. Die Zunge von Ritja säuselte einige Passagen nur noch und Karel traf immer seltener gerade Akkorde. Louise hingegen überspielte ihre Ungenauigkeiten, nahm alle Schuld des Alkohols auf sich und stieß sie nach der letzten Bar vor ein Auto. Lachend kamen sie im Scheinwerferlicht auf dem Asphalt in die Horizontale, die ihnen nicht einmal der Autofahrer übel nahm. Karel jammerte nicht einmal, dass seine Gitarre etwas hätte ab bekommen können. Ritja half ihm auf und packte Louise am Handgelenk: „Laßt uns die ganzen Leute los werden!“, und er zog beide kräftig vorwärts. Karel wehrte sich nicht, Louise hingegen heftig. Ihr Haar flog und ihre Faust auf seinen Ritjas Unterarm. „Laß mich los!“, aber er ließ nicht von ihr ab, drückte die Menschen vor sich auseinander und endlich sahen sich Louise und Karel an.
Louise wandelte sich in eine Muse, die nicht mehr für Geld sorgt, sondern ihm zueifern wollte und es wurden aus ihren widerspenstigen Schlägen theatralische Hiebe gegen einen fremden Mann, dessen Augen sie zu Karels machte und ihre eigenen weit aufriss, damit Karel tiefer schauen konnte, als sie im vorhinein vor hatte. Helle glasige Augen, die Karel nicht wieder los ließen. Ihre Haare fliegt daher und trennten doch keinen Augenblick der beiden, gebunden durch Ritjas Flucht an ihren Handgelenken, der erst an der Ampel vom Mehringdamm zum Stillstand kommt und sie, ein paar Sekunden in Entspannung versetzt, einander gegenüber stehen können. Grün.
Auf dem Berg ist die Luft frischer und die Geräusche sind weniger monoton.


[Bearbeiten] Abstieg

Ritja, dem sein stürmisches Ziehen der beiden die Augen vor den Bedürfnissen verschlossen hatte, vernahm plötzlich den Durst nach Belohnung in Form von Bier und Rum. Er ließ die beiden sitzen, ohne ihnen Bescheid zu geben, wohin er geht und ging mit dem Geld zu einem Spätkauf den Berg runter. Doch der Himmel zog zu, die Wolken verdeckten den Mond und Louise wurde es kalt.
"Gehen wir noch zu mir, Musik hören?"
"Wo wohnst Du denn?", fragte Louise.
"Wenn Du vorn vom Denkmal schaust, siehst Du es, gegenüber den Riehmers Hofgärten." Karel ging voraus und stellte sich auf die Achse
Wieder ging Karel voraus, stieg die Treppen hinab und sah Ritja zuerst, der in Begleitung von Sabine auftauchte. Sie gingen zu viert zu Karel nach Hause und mit dem dem Geruch von regen meldeten sich noch zwei Freunde über das Handy an, ob er denn Zuhause sei.


[Bearbeiten] Wohnung

Karel, den die Kälte peinlich ins Ego stach, nahm sich die Gitarre und begann zu spielen, um mit warmen Gedanken zu heizen und Lachen zu provozieren. Er nahm sich als Gegenstand der Belustigung und machte aus der Unannehmlichkeit keinen funktionierenden Ofen zu haben eine Ode an den Winter, für den er sich abhärtet, um gesund zu bleiben, wenn es richtig kalt wird. Louise ließ sich von dieser Initiative packen und hob mit sonorer Stimme an den Refrain einzustudieren. "Seis Draußen kalt und Du bei mir, Schnee und Eis, aber nicht mit Dir."


[Bearbeiten] Überredung

Der Abend fiel ins Wasser, die Wohnung war Louise viel zu kalt und nach einigem Betteln, nicht hier zu bleiben, überredete sie die beiden mit zu ihr zu kommen und dort Musik zu hören und zu machen. Sabine hielt sich einfach raus und sagte, sie folge Ritja. Karel stimmt noch einmal an: "Weil Du eine Frau bist, kannst Du so schön betteln.", doch nichts half, Karel und Ritja wollten nicht recht und Louise sich nicht erweichen. Karel hob an, dass eine so schöne Frau gehen zu lassen für sie ein künstlerischer Verlust wäre und Louise schmunzelte. Sie behielt ihre Jacke an und ihren Platz, saß selten still, als stünden Karel und Ritja auf Probe ihrer Zustimmung ausgeliefert.
Noch zwei Lieder gaben die beiden zum besten, dann bat Sabine um andere Musik. Ritja ließ sich nicht zweimal bitten und legte Tom Waits auf, der eine milde Schwere in die Wohnung trug, die zum Alkohol passte.