Die betrunkene Frau
Aus Wikingerwerkstatt
Kein einziges Wort wird der Verwirrung entgehen, ob diese Ereignisse statt gefunden haben oder nicht. Gehörig sollte aber der Handlung gefolgt werden, um nicht bei einzelnen Impressionen zu verweilen. Hier nun sei gesagt, dass auch ich mich nicht dazu verpflichtet fühle, diese Verwirrungen zu umgehen, indem ich von mir als Protagonisten spreche.
Natürlich bin ich an allem gänzlich unschuldig, was in der Erzählung Ähnlichkeit mit Facetten meines Lebens hat, wobei das Folgende in einen zwischenmenschlich-körperlichen Zusammenhang gerückt wird, der mich fasziniert.
Zum Feierabend bin ich in einen Ort gestolpert, dessen Bekanntschaft mir das eine ums andere Mal den nächsten Morgen leidlich versaute. Die Erinnerungen waren teils gute, teils schlechte, aber immer mal wieder leichthin vom Augenkontakt mit einer Dame verschönert, die heute ihren Kerl feiert. Ihre Freude fand ihren Ausdruck im Alkohol und lautstarkem Reden. Sie holt weit aus mit ihren Beschreibungen der Umstände, derer sie erlegen war. Ihr Schicksal ist in ihrem Leben und im heutigen Zenit, ihr so all umfassend frustrierend, dass jedes x-beliebige Thema im Gespräch sie immer und immer wieder auf Situationen mit dem letzten Kerl bringt und sie davon erzählt. Wie enttäuschend er als Mechaniker war, als Helfer im Haushalt, als Betreuer des eigenen Hundes und zuletzt als Liebhaber. Und darum ging es ihr an diesem Abend besonders, einen Kerl ab zu schleppen.
Nicht mehr Ich:
Seit einiger Zeit trifft er auf Frauen, denen es nicht besonders gut geht. Sie haben eine bedrückte Aura um sich und versuchen diese zu verstecken. Oft sind sie fröhlich in Gesellschaft und geben sich ausgelassen. Aber sie neigen zum Alkohol, der sie beschwingt macht und mit dem sie sich in den Moment fallen lassen können, der die Peinlichkeiten, die sie begehen, einfach überlachen macht und morgen vergessen.
Polternd bewegen sie sich in der Bar, rempeln Männer an, verschütten Bier oder Wein und platzen in Gespräche mit unpassenden Bemerkungen, damit sie Beachtung finden. Ihr Problem ist nur, dass ihr offeriertes Niveau die falschen Kerle anlockt und die richtigen einschüchtert oder abschreckt.
Allein ihre betrunkene Wahrnehmung lässt die Fülle der männlichen Kontrahenten ihr zugetan erscheinen.
Sie trinkt, aber sie verabscheut Flegel.
Eigentlich ist sie charmant und begehrt, aber wenn sie an einem Abend zu viel allein trinkt, verliert sie das Maß und ihre Contenance.
Es gelang ihr nicht rechtzeitig einen Mann in ein langes Gespräch zu verwickeln und später mit zu nehmen, tanzen, den Alkohol wieder los werden und die Körper ungehemmt an einander zu reiben, sich anzufassen und zu drehen.
- Ein fester Griff mit den Händen, eine Streckung und dann zusammen zurück ziehen. Die Körper brodeln im Gemenge. Der Mann glüht in den Lenden und sie ist ausser Atem. Hastige Atemzüge, die sie gepresst in sein Ohr hechelt. Ein wilder Tanz, bei dem sie oft das Gleichgewicht verliert, aber von ihm wieder aufgerichtet wird. Der sie stramm um die Taille packt und mit ein paar Schritten zur nächsten Drehung führt. Er schlingt sie um sich und sie ist ganz der Führung hörig. Sie vergeht gern in starken Armen und hört ihn schwer atmen, der beständig ihre Augen fixiert. Fesselnd umfängt er all ihre Lust nach Kontakt.
Verschwitzt begibt sie sich an die Theke und bestellt eine Sangria mit Früchten. Noch bevor der Kerl vom Klo zurück ist, hat sie sie geleert und bestellt zwei weitere, um sie gemeinsam auf dem Söller zu trinken und sich mit dem Obst zu füttern.
Der Tag war warm und der Abend gerade erst angebrochen. Ihre Stimme hatte nun etwas lalliges und der Tanz ihr Blut aufgewühlt. Alle Konzentration wurde fahrig und sie hing jedem Ereignis nach. Es huscht eine Sternschnuppe über das Firmament
und sie zeigt unbeholfen wankend in ihre Richtung, kichert und stützt sich an der Brüstung ab.
„Hohoho, da ist aber jemand betrunken.“, sagte sie zu sich und kichert noch ausgelassener.
„Lass uns anstoßen.“, gibt sie energisch von sich und hält ihr Glas hoch.
Er lacht und stößt an. Sie erschrickt und verzieht bitter das Gesicht. „Du bist nen Scheißkerl.“, sagte sie ihm ganz leise, als die Gläser klimpern.
So gut sie es eben kann, dreht sie sich auf dem Absatz um und geht fort.
Er hätte sie aufhalten sollen oder sie zumindest bremsen müssen, noch mehr zu trinken. Dieser Kerl wollte sie nur abschleppen und dafür ist sie ihm betrunken am Liebsten und zwar möglichst bald.
Neue Bar, alter Pegel
Nach dieser Enttäuschung geht sie einfach in eine andere Bar. Der eigene Pegel wird unter neuen Leuten ganz anders wirksam. Die frische Luft auf dem Weg dort hin, die paar Meter und andere Musik in der verrauchten Kneipe, machen den Rausch diffus und unklar in seiner Stärke.
Sie ist eine Attraktion an jeder Theke und bleibt nicht lang allein sitzen. Den Wein, in den sie schaut, bräuchte sie oft nicht zahlen und erzählen wollen sie ihr alle etwas, nur sie will nicht zuhören und ist genötigt zu reden.
Sie hat Glück
Er strahlt nichts liebevolles oder anheimelndes aus, aber er sieht mehr an den Menschen, als ihnen lieb ist. Seine Augen sind sanft und groß. Sein Schweigen beruhigt und erleichtert. Ihm ist ein Blick eigen, der Mitwissen vermittelt und ein eigenwilliges Einvernehmen in seinem Gesicht, gibt Einblick in seine Gedanken. Ganz unverblümt erscheinen sein Ärger oder seine Skepsis in seiner Mimik. Jedoch redet er hastig und fast zittrig. Nicht selten überschlägt er sich beim Reden oder verhaspelt sich, ohne den Faden zu verlieren. Er nutzt die Worte klug, nur sein Reden wirkt fahrig und so meidet er die Regie im Gespräch.
Er setzt sich neben sie, die da vom Tanz kam und bestellt sich ein Bier. Schaut in beide Richtungen der Theke und sieht dann dem Wirt dabei zu, wie er ihm das Weizen vorbereitet. Als das volle Glas auf dem Tresen steht, will sie mit ihm anstoßen und er wiegelt ab: „Warte, die Schaumkrone muss erstmal ein wenig schrumpfen.“, und er grinst sie verschmitzt an.
Sie aber mimt die Beleidigte: „Na gut, dann eben nicht.“ und dreht sich mit dem Rücken zu ihm.
„Holla, was hab ich denn gemacht?“, will er wissen und steigt vom Tresenhocker. Er geht um sie herum und fragt nach ihrem Namen. Sie stellen sich vor und danach stößt er mit ihr an.
Ihre aufrechte Haltung hat den Abend nicht überstanden. Erschöpft sitzt sie mit krummem Rücken an der Theke neben ihm, die Ellenbogen aufgestützt und wartet. Schon nach ein paar Sätzen wurde es still zwischen den beiden. Sie sah in ihren Wein und dann zu ihm.
Ihre Augen werden schwer und ihr Mund verzieht sich. Langsam senkte sie ihren Kopf und als die Nase läuft, schnieft sie, woraufhin sie zu weinen beginnt.
„Hey“, sagt er und umarmt sie. Es ist ein bitteres Weinen und sie kann sich nicht mehr zurück halten. Er richtet sie auf und sieht ihr fest in die Augen: „Hör auf!"
Sie stoppt sofort und ihr Gesicht erschlafft.
„Komm mit zu einem Tisch.“, er nahm ihre beiden Gläser und ging voraus an einen runden Tisch mit zwei Stühlen. Irritiert stand sie auf, griff nach ihrer Handtasche und setzte sich leicht schwankend zu ihm.
„Darauf brauch ich jetzt erstmal nen Wein.“ und sie nahm einen kräftigen Schluck.
„Gestattest du, dass ich dir ein Glas Wasser hole?“, wollte er wissen und sie lachte ihn aus. Was für eine geschwollene Ausdrucksweise er habe und wie er da sitze. Ganz steif und wie ein Pinkel. Den Spott ließ sie über ihn aus und fing plötzlich an zu reden. Dass sie ihren Freund los sei. Dieses Arschloch. Dass sie gestern umgezogen sei und nun eine Wohnung für sich allein habe. Und als sie auf den Hund zu sprechen kommt, wird sie wehmütig, dass er bei ihm bleibt. Und als sie daran denkt, wie der Ex sie schikaniert hat, wird sie böse und es mischen sich Wut und Frust in ihre Worte und ihre Lautstärke.
Er rutscht näher um den Tisch herum, damit sie nicht laut werden muss, beschwichtigt sie mit den Händen, streichelt ihr die Schulter und die Hände. Sonst gibt er kaum ein Wort von sich. Bis sie verstummt und ihn mit roten Augen ansieht. Diese verwundeten Augen huschen mit eiligen Blicken vom linken zum rechten Auge und sie suchen, sie suchen vergebens. Ihre Augenbrauen senken sich und sie signalisiert Mitleid, sie fordert Mitleid ein.
Der Alkohol lässt etwas nach und sie erkennt in seinen milden Zügen ihre eigene Anmaßung. Plötzlich erscheint ihr der Schimpf über ihren Ex als Unsinn, als vergebliches Reden und Denken. Wohin nur mit den Gefühlen, die so schrecklich treiben?
Ficken wollte sie heute, sie wollte einen Kerl abschleppen.
Ihre Wohnungstür stößt gegen einen Stapel Kartons. In der Küche stehen noch etliche gebrauchte Tassen und leere Bierflaschen der Umzugshelfer. Sie räumt einiges davon zusammen und entkorkt eine Flasche Wein schneller, als er seine Jacke ab und Protest einlegen kann. Diesmal holt er einfach zwei Gläser mit Wasser.
„Ich hoffe, du willst morgen früh keine Wurst, ich hab keine.“
„Weißt du was, ich frag mich gerade, wann es hell wird und ob ich noch schlafen muss oder ob ich einfach gehe, wenn du schläfst.“
Verdutzt schaut sie ihn an: „Fühlst du dich hier nicht wohl?“ und sie zeigt in ihre Wohnung, schaut sich selber um und erkennt, dass noch nichts in dieser Küche an einen Bewohner denken lässt.
Er sieht sogleich, was sie denkt und sagt: „Nein, es ist toll bei dir, aber ich wollte dich einfach nach Hause bringen. Du warst heute Abend immer wieder so traurig.“
Sie springt auf und stampft kräftig mit dem Fuss: „Warum musst du das immer wieder sagen.“
Das Thema hatte er wirklich zu oft angesprochen und es regt sie um so mehr auf, als dass es kein Fehler war, sondern eine Schleife in seinem Kopf. Sie wollte das nicht wissen, sie wusste es schon und wünschte keine Konfrontation, sie wollte Gesellschaft, sie wollte Überschwang.
„Hör mal, es ist wirklich lieb von dir, dass du dich so um mich sorgst, aber du kennst mich doch gar nicht. Warum machst du dich so unbeliebt bei mir, hmm.“, mit dem letzten Ton zuckte sie provokativ mit dem Kopf und doch sackt ihre Stimme ein. Er sieht ihre Aggression und spürt doch, dass sie beinahe jammert und er steht auf.
„Ich bilde mir ein, dich vor den Kopf stoßen zu dürfen, um dir zu zeigen, was ich dir gegenüber sehe. Ich will mich nicht verstellen und ich finde in deinen traurigen Augen alle halbe Stunde eine andere Lilly.", er macht einen Schritt auf sie zu: "Dann schaust du mit verletztem Blick und bedrückter Mine, als erwartest du von mir eine Aufmunterung. Wer bist du denn gerade? Wer soll ich für dich sein?“
„Niemand. Du selber sollst du sein.“, ruft sie verärgert aus, wobei ihr ein schiefer Ton entwischt.
„Und du musst es nicht sein?“
Wieder wird sie traurig und senkt den Kopf, sie macht einen Schritt zurück und lehnt sich gegen den Kühlschrank. Langsam rutscht sie an ihm herunter und fängt dabei heftig an zu schluchzen.
„Wie fühlt sich das gerade an? Hmm, wie fühlt es sich an? Du bist hier doch zu Hause. Willst du für dich allein sein?“, seine Stimme ist nun sanft und eindringlich, der alkoholische Film auf seiner Zunge macht sie geschmeidig.
„Warum tauchst du gerade jetzt auf? Hätten wir uns nicht einfach morgen treffen können? Warum ausgerechnet jetzt?“
Er kann nichts dazu sagen. Er fühlt sich weder fehl am Platz, noch willkommen. Er trinkt von seinem Wein und sein Geist scheint ihm wach und robust. Der einfachste Weg wäre, sie zum Trost zu küssen und ihr den Kontakt zu geben, den sie sich wünscht, ohne Worte.
Nonverbale Zeiten des Einverständnisses
Er kniet sich vor ihr nieder und drückt seine Stirn an ihre Knie, stützt sich mit den Händen neben ihren Füßen ab und atmet kräftig. Die ersten Momente schwanken und seine Brust ist schwer.
Sie legt ihre Hand auf seinen Nacken und streichelt ihn über die Schultern.
„Ich bin eine impulsive Frau, du wirst mit meinen Launen nicht zurecht kommen.“
„Ich denke, wir werden ständig aufeinander prallen. Ich bin allergisch gegen Spott und Anmaßung. Ich denke, du hast schon viele Männer getroffen und sie haben dich klein machen wollen. Das will ich nicht. Und deine Launen sind auch nur dein Feuer und ich bin die Glut, nicht das Wasser. Zusammen nähren wir einen Vulkan.“
Die Worte gefallen ihr und sie lauscht seiner warmen Stimme. Sie schmeichelt ihren Ohren und sein Brummen dringt durch ihre Knie in die Beine und in ihren Bauch.
Ihr Blick ist zur Decke gerichtet. Ein Wasserfleck schimmert durch den frischen Anstrich. Ernüchtert senkt sie den Kopf und fragt, ob er nicht müde sei.
„Ungemein.“
„Komm hoch.“, wobei sie ihn unter der Schulter packt und aufrichtet. Auf den Füßen hockt sie vor ihm und hebt ihn an. Er ist überrascht von ihrer Kraft und hilft ihr nur unbeholfen, ihn auf zu richten.
„Lass uns wie Geschwister ein Bett teilen.“
Auf den Beinen zupft er erst seine Sachen zurecht und zieht sie auf dem Weg ins Schlafzimmer bis zur Unterhose aus.
Das Schlafzimmer ist nahezu eingerichtet. In der Mitte des raums zieht sie einen Vorhang hoch und ein breites Bett steht frei. Sie geht hinter einen Paravent und steigt mit einem leichten Nachthemd ins Bett. Sie legt sich in seine Nähe und schaut in den Stoffhimmel über ihnen.
„Stört es dich, wenn ich mich zu dir lege, ich möchte mich an dir fest halten.“
„Nein, ich möchte dich auch spüren.“
Sie rücken näher aneinander, ohne dass sie einen Blick wechseln. Sie taucht unter seinen Augen weg, legt ihren Kopf direkt neben seinen Oberarm und fordert den Platz in seiner Achsel. Er hebt seinen Arm und sie legt ihren Kopf auf seine Brust und sieht dabei nicht auf. Sein Geruch umgarnt sie, das Parfum wirkt kaum noch und leichter Schweißgeruch lässt sie prompt in guten Armen liegen.
Er versucht zu schlafen und bemerkt seine Anspannung in den Lenden. Es gelingt ihm nicht, gegen seinen Schwanz zu denken und seine Erregung wächst, bis er spürt, dass sie ihn die ganze Zeit sachte in der Taille streichelt. Beinahe am Rücken, leicht über dem Becken, da wo die Haut im Kopf nicht so präsent ist, aber die Haut spürt dennoch und strahlt tief ins Gewebe hinein.
Als sie seine Gänsehaut erregt, richtet sie sich auf und schaut ihm in die Augen und dann auf den Mund. Stürmisch presst sie sich auf seine Lippen und küsst ihn übermütig. Er drückt sie weg: „Nein!“
„Och jetzt hör aber auf.“, sagt sie belustigend, stützt sich auf seine Brust und führt ihr Gesicht wieder näher an seines. Er weicht zurück und legt den Kopf ins Kopfkissen.
„Du willst nur verführt werden.“, sie greift nach seinem Glied und findet es steif. „Ich wusste es doch.“
„Natürlich wusstest du es, du hast mich ja auch scharf gemacht.“
„Gut, so musst du reden. Ich mach dich also scharf.“
„Ja, aber ich will das jetzt nicht.“, und er packt ihre Hand, drückt sie fest an sein Glied und zieht dann daran.
Sie protestiert und lässt abrupt los.
„Spinnst du?“
„Ich lass dich nicht an meinen Schwanz! Ich will mir den Weg zu deiner Muschi frei kämpfen. Verstehst du?“
Sie stutzt und wird plötzlich ernst: „Das hast du jetzt nicht gesagt.“
„Was kannst du denn nicht glauben?“
„Du willst dir den Weg zu meiner Muschi freikämpfen.“, und sie bricht in Gelächter aus.
„Du bist mir nen Typ ey.“
Unvermittelt wirft sie die Bettdecke weg und steht aus dem Bett auf, nimmt sich eine Zigarette und setzt sich ins Sofa zwischen den Fenstern. Über ihr hängt eine ausgestopfte weiße Taube mit einem langen roten Stab durch den Körper. An beiden Enden befinden sich offene Eier mit Föten, die mit dem Stab als Nabelschnur verbunden sind. Im Schnabel trägt sie das Venussymbol an einer Kette mit gesprengten Gliedern. An ihren beiden Füßen hängen Marssymbole.
„Wenn du schlafen willst, dann tu es jetzt, ich kann mit dir nicht im Bett liegen.“
„Okay.“
Die Dämmerung schleicht ins Zimmer und seine Augenlider schließen sich länger und länger. Kurz vor dem Schlaf tritt sie ans Bett und küsst ihn wach. Sie steht ohne Nachthemd und nur mit Slip am Rand des Bettes und kriecht dann aufrecht um ihn herum. Neben ihm setzt sie sich ihm gegenüber, die Beine leicht zur Seite angewinkelt, erscheinen sie in ihrer ganzen Pracht. Er richtet sich erregt auf, schaut sich um und findet wieder die Orientierung.
„Küss mich!“, sagt sie.
Und er stürzt auf sie zu. Mit seinem ganzen Gewicht drückt er sie nieder und presst seinen Oberkörper auf ihren, ihre Brust platt und sein Becken gegen das ihre. In dieser Bewegung schlängelt sie ihre Beine um seine Oberschenkel und bindet ihn an ihre warme Scham. Stürmische Küsse beschleunigen ihren heftigen Atem. Seine Augen sind geschlossen und doch riecht er sie nicht. Moment mal.
Prompt richtet er sich auf, stemmt sich mit den Fäusten in die Matratze und packt sie mit der linken Hand rechts um den Hals, schiebt sie zur Seite und greift mit der rechten Hand unter ihren Rücken. Sie wehrt sich irritiert und er lässt sich fallen. In der Rückwärtsbewegung rollt sie auf seinen rechten Arm und er dreht sich auf den Rücken, wodurch sie halb auf ihm landet.
"Hui"
Erschrocken über diesen geschwinden Stellungswechsel kichert sie, wirft ihr Haar zurück und spürt ihre leicht gequetschte Brust an seiner.
„Du willst also gar nicht mit mir schlafen.“
„Oh doch, aber es macht mir Spaß zu kämpfen und da du ein so wunderschön großes Bett hast, kann ich mich mit dir richtig austoben.“
„Oh, was für tolle Worte.“, sie lässt von ihm ab und dreht sich um, den Po ihm zugewandt, kriecht sie weg. Er richtet sich erschrocken auf, doch sie tritt ihm gegen die Brust. Dabei packt er ihren Unterschenkel und sie rutscht auf ihrem Knie aus, landet auf dem Bauch und er zieht sie zu sich heran. Sie quiekt und richtet sich auf, versucht Halt zu finden und in die andere Richtung zu fliehen, schafft es aber nicht. Also drückt sie sich hoch und kommt mit einem Schwung auf den freien Fuß zu stehen, springt und wirft sich ihm auf seinen Bauch.
Er lenkt ihr Gewicht ab und sie rutscht von ihm runter auf die Schultern, wodurch sie versucht weiter rückwärts zu rollen. Aber er packt sie an der Taille und sie wird mit den Beinen über dem Kopf ungemütlich gestoppt. Er rutscht herum, bringt sich schräg zu ihrem Rücken und zieht sie zurück. Ganz unter der Regie von ihm rollt sie auf seinen Bauch und legt den Arm an seinem Hals. Eine perfekte Ausgangsposition für den Schwitzkasten. Sie packt zu und er leidet theatralisch, windet sich unter ihrem Griff und schleift sie auf dem Bett von einem Ende zum anderen, um dann am Rand raus zu fallen. Sie löst erschrocken den Griff.
Dennoch schreit sie: „Sieger.“, reißt die Arme hoch und richtet sich auf den Knien ganz auf. Ein Anblick für die Götter.
Was für ein wunderschönes barbusiges Weib in Siegerpose. Er kann sich nur auf sie stürzen.
Mit einem plötzlichen Satz in ihre Richtung, takelt er sie. Ihre Bauchmuskeln sind kräftig und können den Druck aushalten. Ihre Brust klatscht auf seine Schultern und mit den Armen sucht sie Halt an seinem Rücken. Er landet zuerst mit seiner Schulter und fängt sie mit der Matratze federnd ab. Die Federung nutzt er aus, um sie leicht wie eine Feder in der Luft zu stossen und sich von ihr weg zu drücken. Allein sein Kopf bleibt in ihrer Nähe und die Körper bilden eine Linie.
Von diesen schnellen Bewegungsfolgen ist sie ganz eingenommen und gibt verwirrt jedem Impuls nach. Sie landet auf dem Bauch und will den Kopf heben. Jedoch umgreift er ihre Schulter von kopfüber, drückt seinen Kopf an ihren und umklammert sie um Hals und Achsel.
„Was hast Du vor?“, fragt sie noch lachend.
„Wurdest du schon mal im Bett gedreht?“
„Nein.“ und sie quiekt wieder, als er sie einfach um ihre eigene Achse dreht.
Der Überraschungseffekt lässt sie nicht blockieren und ihr Vertrauen in ihn ist groß. Auf dem Bauch streckt sie die beiden Arme auseinander und atmet heftig ein und aus.
„Was war das?“
„Eine Kopfrolle.“
„Spinnst du?“
Und er lacht.
„Nein, ich spinne nicht, aber du schwitzt endlich. Lass mich an dir schnuppern.“
Sie lacht abrupt auf. Drückt sich mit den Händen ab und streckt die Arme vor.
„Du willst dir den Weg zu meiner Muschi freikämpfen hast du gesagt. Na dann mal los.“
Ihre Haut ist nun rutschig und sie richen einander. Das Bettzeug fliegt aus dem Bett und die Kissen dienen in einer Schlacht. Überschwänglich wird er getroffen und fällt rücklings aus dem Bett. Sie schaut erschrocken nach ihm und er taucht mit einer Bettdecke in beiden Händen aus der Tiefe auf, wickelte ihren Oberkörper ein und wirft sie auf den Bauch. Danach schnappt er sich ihren Slip und zieht ihn ihr strampelnd aus. Sie dreht sich auf den Rücken und öffnete langsam die Decke mit ihren Armen und liegt wie ein gefallender Engel nackt und gespreizt vor ihm. Ihre Freude hat sie am ganzen Körper errötet und sie schimmert im Dämmerlicht des erwachenden Tages. Ihre Brust hebt sich schnell auf und ab. Er steht da und prägt sich dieses Bild ein.
„Weißt du noch, dass du mich ins Bett geholt hast mit dem Spruch, lass uns wie Geschwister im Bett liegen. Wollen wir das probieren? Wir haben zu viel getrunken und naja, ich weiß auch nicht.“
Sie stockt und lacht, richtet sich auf und zieht ihm die Unterhose runter, schnappt sich einen Schwanz und reibt ihn: „Kannst du das nochmal wiederholen.“, sagt sie und schaut ihn grinsend an. Doch er schaut ernst und bitter.
Ruhig stellt sie sich vor ihn und klemmt sein Glied zwischen ihre Oberschenkel, dann umarmt sie ihn und schaut ihm in die Augen.
„So, jetzt kannst du nicht mehr weg.“ und sie küsst ihn sanft. "Schön, dass Du bis zum nächsten Tag geblieben bist, ich hatte schon lange nicht mehr so viel Spaß."
Er nickt und streckt seine Zunge raus: "Ich bin so unglaublich müde, kannst du dir das vorstelle?"
Sie lacht und merkt, dass sein Glied erschlafft ist, sie setzt sich hin und schaut zu ihm auf. "Du meinst das ernst mit dem Schlafen."
"Ja." und er geht etwas um das Bett, nimmt sich eine Decke und ein Kissen, um sich an den Rand des Bettes zu legen.
Als er erwachte, brummt sein Schädel und ihn beschämt der Geschmack in seinem Mund. Langsam richtet er sich auf und das Zimmer ist hell von Sonne durchflutet. Die Fenster sind geöffnet und ein leichter Duft von gefallenem Regen weht herein. Selten hat er sich so wohl gefühlt. Würde ihm nur nicht der Kopf so drücken.
Vorsichtig steht er aus dem Bett auf und geht zu den Fenstern. Kaum hatte er sich hingelegt, war er entschlafen und nach gerade einmal vier Stunden holte ihn der Alkohol wieder in den Tag. Lilly schlief noch und atmete ruhig.
In der letzten halben Stunde hatte er nur gedöst und unmöglich geträumt. Ihm flog die Taube um die Ohren und streifte immer mal wieder leicht sein Haar und seine Stirn. Also betrachtete er sie genauer. Furcht glitt in ihn und er öffnete die Augen. Blut tropfte aus seiner Nase auf seinen Fuß. Erschrocken griff er zur Nase, doch sie war es nicht, es kam von der Taube, die um seinen Kopf segelte. Kindergeschrei drang durch die Zimmerdecke und kam von nebenan. EIn Motorrad startete im Hinterhof und das Knattern riss ihn hoch. An der Kordel für den Vorhang des Bettes zog er sich höher und verkroch sich im Stoffhimmel. In einer der Falten saß ein Falter, dessen Flügel ihn mit bösen Augen anstarrten, wieder Angst und dann endlich wach.
Am Fenster saugt er den Duft des Vormittags ein, eine milde Brise, die frei von der drückenden Schwere eines Sommertages ist und schon wärmt, ihn mit Gelassenheit umgibt und vergessen macht.
Wo ist er hier nur gelandet?
Mit diesem Gedanken wird er richtig wach und er spürt seine Blase, wieder den Kopf und riecht sich. Nackt tritt er vom Fenster weg und schaut im Zimmer umher.
Sie ist penibel. Auf der Erde liegt nichts herum, ihre Kleider hinter dem Paravent sind an Bügeln aufgehängt, die unausgepackten Kartons stehen ohne Versatz über einander, eine Decke auf der Couch ist ordentöich gefaltet und die Kissen sind glatt und gleichmäßig verteilt. Danach sieht er ihr beim Schlafen zu. Ihr feines Gesicht liegt auf einem kleinen Kissen. Ihre Haare sind wild und verheddert, stehen in alle Richtungen ab und schmücken sie. Sein Grinsen macht ihn selber glücklich und der Anblick komplettiert seine Erinnerungen an die letzte Nacht. So umfassend ist sein Bild von ihr. Nackt, errötet, siegend, bezwungen und nun unschuldig schlafend.
Leise stiehlt er sich aus der Wohnung und hinterlässt nichts. Sie kennt nur seinen Namen und die Kneipe, in die er geht.
