Der technisch geblendete Mensch
Aus Wikingerwerkstatt
Mit dem Blick abwärts, die Augen über dem Horizont und den Pulsar unter sich, hat der Mensch die Richtung seiner Verachtung neu ausgerichtet.
Schaute dieser mit Bewunderung, entrückt oder flehend auf ein Bild seiner selbst, welches zu erreichen sein Ziel war, einst aufwärts, ist nun die Orientierung und die wuchtige Überhebung des eigenen Selbst an diese Stelle getreten.
Nicht die Augen mit geelem Weiß und einer prächtig bunten Iris sind die Fenster zur Welt, sondern schwarze Löcher, deren Widerschein des Nichts, des Entweihten, die reine technisierte Objektivität im Weiß der Reflektion sich andeutet und mit der Spiegelung den Menschen zum Opfer seiner Selbst macht. Getrennt vom empfangenden Blick mit bündelnder Linse und sensibler Netzhaut, sind es Ersatzaugen, schwarze Analysegeräte, die eine Welt ohne Horizont und ohne Facetten klar durchstrukturiert und völlig erfasst hat.
Verzerrt jedoch sein Mund zum mechanischen Lächeln. Durchschimmernd unter robotisierten Schichten seine Haut über den verborgen fleischlichen Resten, die an den rechten Bildrand verbannt sind und den eigentlichen Schatten tragen. Nicht das Rot verheißt das Gute einer Einzigartigkeit, nicht der Pulsar oder die Sonne geben Kraft, weder der Zyklus noch das klobige Pendant der Objekte, der schwarze Quader im Hintergrund, sind Antreiber oder machten den Menschen individuell. Alles ist eins und leidend, am verzerrten Mundwinkel sichtbar, der zur eigenen Erheiterung aufwärts verkrampft ist.
So geriert sich der Mensch als Teil einer konstruierten und völlig über- und durchschaubaren Welt, deren Maß er einst war. Degradiert schaut er drein, runter und ist selber nur Ding.
